Blog Artikel 22 - Mode und Klima

Das große Problem der Mode

Mode ist für viele von uns ein wichtiger Lebensinhalt. Wir beschäftigen uns damit, lassen sie unser Leben beeinflussen – doch zu welchem Preis? Die Modeindustrie hat ein großes Problem. Nun, eigentlich nicht nur eines, sondern mehrere. Doch in diesem Blogartikel soll es um ein ganz besonders wichtiges Problem gehen, mit welchem die Modeindustrie sich möglichst bald auseinandersetzen sollte.

Die Produktion und der Vertrieb von Modeartikeln sind extrem umweltschädlich. Gemeinsam mit der Schwerindustrie und einigen anderen Branchen ist die Industrie der Mode damit einer der Sektoren, die der Umwelt am meisten schaden. Angesichts des immer weiter nahenden Klimawandels ist das ein großes Problem, dem man sich so bald wie möglich annehmen sollte.

In diesem Blogartikel erklären wir Dir, wieso die Modeindustrie so klimaschädlich ist und was man daran ändern könnte.

 

Wieso ist Mode “schlecht” für die Umwelt?

Der schlechte Einfluss von Mode auf die Umwelt hat mehrere Gründe. Einer ist, dass die benutzten Farben, Textilien und alle anderen Produktionsmittel Chemikalien enthalten, die extrem schlecht für die Umwelt sind. Sie verschmutzen Gewässer, zerstören Lebensräume seltener Arten und sorgen für eine massive Verschlechterung des Klimas.

Große Modeketten wurden bereits häufig dafür kritisiert, dass sie derartige Chemikalien auch weiterhin benutzen – doch verändert hat sich seitdem leider wenig.

 

Ein weiterer Punkt

Durch die Produktion von Modeartikeln entstehen viele Emissionen, die vor allem die Luft verschlechtern. Dadurch steigt der Anteil an Feinstaub in der Luft, was nicht nur viele Tierarten und auch Lebensräume dieser bedroht, sondern auch ein Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellt.

Diese Emissionen entstehen vor allem dadurch, dass die meisten Artikel in riesigen Firmen am laufenden Band hergestellt werden, also in Form von Massenproduktion. Das liegt natürlich an der großen Nachfrage nach vor allem günstigen Produkten, die nur auf diese Weise hergestellt werden können. Eine umweltschonendere Herstellung wäre kostenaufwendiger und wird deshalb meistens so nicht ausgeübt.

Daneben gibt es einen weiteren negativen Einfluss von Mode auf die Umwelt. Dieser entsteht jedoch weniger bei der Produktion als vielmehr durch uns Menschen selbst. Wir leben in einer Welt des Konsums, in der ständig alles neu sein muss. Wenn ein Artikel nicht im Trend ist, repariert werden müsste oder uns nicht mehr gefällt geben wir ihn nicht weiter oder reparieren ihn, wie es früher war.

Heute werden diese Artikel von uns einfach entsorgt und durch neue ersetzt. Das können wir uns deshalb leisten, weil Mode so günstig ist wie noch nie – was natürlich wieder mit dem vorher genannten Punkt zusammenhängt. Das Problem ist, dass dadurch immer und immer mehr Artikel produziert werden müssen, was wieder mehr Emissionen und Chemikalien freisetzt.

Im Grunde genommen befinden wir uns also in einer Art Teufelskreis, der uns gar nicht so richtig bewusst ist. Doch durch unser Verhalten leidet die Umwelt.

 

Was können wir dagegen unternehmen?

Noch ist nicht alle Hoffnung verloren. Es wird den Klimawandel zwar nicht aufhalten, wenn wir die Modeindustrie weniger klimaschädlich gestalten, doch es wird einen Teil dazu beitragen. Und dabei kann jeder einzelne von uns etwas tun. Vielleicht hast Du das Gefühl, dass Du alleine doch niemals etwas ändern kannst. Doch das ist falsch, denn jeder einzelne, der etwas für das Klima tut, hält den Klimawandel ein Stück weit auf.

Damit leistest Du einen wichtigen Dienst für Dich selbst und für die Menschheit als Ganzes.

Beginne damit, Dich zu informieren, wo Deine Mode herkommt. Länder wie Bangladesh, China, Japan und so weiter sind dafür bekannt, mit den günstigsten Mitteln überhaupt zu produzieren.

Das bedeutet, dass dort besonders schädliche Chemikalien genutzt werden, dass die Emissionen dort durch die Massenproduktion besonders hoch sind und dass die Beschäftigten für ihre Arbeit extrem schlecht bezahlt werden – und das alles nur, damit Du ein paar Euro weniger für Deine Mode zahlen musst. Kaufe lieber Mode, die zum Beispiel in Europa hergestellt wurde.

 

Hier gibt es Standards, die eingehalten werden müssen.

Durch diese Standards wird sichergestellt, dass die Produktion so wenig umweltschädlich ist wie nur möglich. Gerade Deutschland, Österreich, Frankreich und andere Länder aus Mitteleuropa sind sehr fortschrittlich in ihren Standards für die Herstellung von Mode.

Versuche, Dich vom “Wegwerfwahn” zu lösen. Kaufe nur Artikel, bei denen Du dir vorstellen kannst, sie auch über längere Zeit gerne zu tragen. Wenn Dir etwas doch nicht mehr gefällt, versuche es Deinen Freunden und Bekannten weiter zu geben.

Falls Du keinen Abnehmer dafür findest, wirf es nicht weg sondern spende es einer gemeinnützigen Organisation wie zum Beispiel der Caritas.

Dort werden Deine Klamotten an bedürftige Menschen weitergegeben, sodass sie weiterhin getragen werden und jemandem sogar das Leben erleichtern. Wegwerfen sollte nie eine Option für Dich sein, es sei denn, das Kleidungsstück ist wirklich irreparabel. Und wenn Du selbst das geschafft hast, dann sprich mit Deinen Freunden und Bekannten darüber. Gemeinsam könnt ihr vieles bewegen.

In Deutschland und vielen anderen Ländern Europas entstehen immer mehr kleine Unternehmen, die umweltfreundliche Mode verkaufen. Sie produzieren ohne Chemikalien und mit möglichst wenig Emissionen. Informiere Dich darüber und denke nach, ob ein paar Euro mehr wirklich so schlimm sind, wenn die Kleidung dafür das Klima nicht belastet.

 

Unser Fazit: Jeder einzelne ist für das Klima verantwortlich

Die nahende Klimakatastrophe betrifft uns alle. Auch wenn sie Dir vielleicht abstrakt und weit weg erscheint, so wirst auch Du von ihr betroffen sein, wenn sie einmal da ist. Also versuche nicht, Dich aus der Verantwortung zu ziehen, sondern beginne lieber damit, im Rahmen Deiner Möglichkeiten dagegen vorzugehen.

Bei Deiner Mode anzufangen ist ein guter erster Schritt, mit dem Du viel bewegen kannst. Wenn wir alle gemeinsam handeln und sich keiner mehr raushält, können wir es schaffen und unser Klima und dadurch unser Leben retten.

 

-Das Amerpus Team

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