Blog Artikel 7 - Feminine Mode

Warum ist Mode nicht mehr feminin?

Mode unterliegt seit jeher dem Wandel der Zeiten. Mit neuen Generationen kommen neue Trends, neue Farben oder neue Schnitte auf den Markt. Was vor 20 Jahren noch als hip galt würde heute niemand mehr tragen – und umgekehrt. Mode ist schnelllebig und wandelbar, sie verändert sich so wie auch die Gesellschaft es tut.

Doch eine Tendenz fällt besonders auf: Mode wird immer weniger feminin. Diese Veränderung begann vor etwa 6 Jahren und ist bis heute aktuell, sie hält sich also länger als ein simpler Trend.

Was sind die Gründe hierfür? Ist es gut, dass sich Mode nicht mehr so sehr nach dem Geschlecht richtet? Oder wäre es schöner, weibliche Schnitte, Farben und Trends wieder zurück zu haben? In diesem Blogartikel möchten wir diese Fragen für Dich beantworten!

 

Mode in unserer heutigen Zeit

Feminin kann man unsere Mode seit ein paar Jahren wirklich nicht mehr nennen. Zarte Stoffe wie Seide, Samt oder Spitze werden kaum noch verwendet – dabei waren sie es, die die Weiblichkeit eines Kleidungsstücks meist erst richtig abgerundet haben. Auch die Schnitte haben sich stark verändert. Kleidung für Frauen ist heute deutlich weniger figurbetont. Sie setzt den Fokus nicht mehr auf die Taille, Brüste oder den Po ihrer Trägerinnen, sondern beispielsweise auf deren lange Beine.

Die Schnitte selbst sind oft sehr weit und kantig. Die Frau sieht in den weiten Kleidern, Mänteln oder Hoodies häufig schon fast ein wenig verloren aus, weil ihre zarte Figur gar nicht zur Geltung kommt sondern stattdessen untergeht. Auch die Farben sind nicht mehr das, was sie auf dem Höhepunkt der Weiblichkeit in der Mode einmal waren.

Zarte und feminine Farben wie altrosa, hellgelb oder ein leichtes hellblau sind nur noch vereinzelt zu finden. Die eher mit Männern assoziierten Farben dunkelblau, grau oder schwarz dominieren nun auch die Mode für Frauen.

 

Wieso entwickelt sich dieser Trend so?

Mode ist immer ein Abbild unserer Gesellschaft. Es sind weniger die Designer oder Hersteller, die ihre Kollektionen einfach in eine willkürliche Richtung entwerfen und hoffen, dass sie den Menschen gefallen. Dieser Prozess funktioniert eher andersherum. Die Designer erkennen, in welche Richtung sich die Gesellschaft entwickelt, was ihr gefällt und was sie nicht mehr gerne trägt, und entwirft die neuen Kollektionen auf dieser Grundlage.

Unsere gesellschaftliche Entwicklung hat jetzt gerade also zu Folge, dass feminine Mode verschwindet. Unsere Gesellschaft wird in den letzten Jahren immer progressiver, liberaler und moderner. Traditionelle Rollenbilder, die eine klare Trennung von Mann und Frau vorsehen, gelten immer mehr als veraltet. Frauen sind den Männern in allem gleichgestellt, sei es nun in ihrer Arbeit, in ihrem selbstbestimmten Leben oder in der Mode.

Feminine Mode verschwindet, und die Designer bilden diese Entwicklung ab. Sie zeigen uns, dass Frauen sich nicht mehr durch Merkmale wie besondere Schnitte oder Farben von den Männern distanzieren müssen, sondern sich mit sehr maskuliner Kleidung auf eine Stufe mit ihnen stellen können.

 

Ist dieser Trend nun gut oder schlecht?

Ob Du diesen Trend insgesamt als gut oder schlecht empfindest ist eigentlich Dir selbst überlassen. Doch natürlich gibt es einige Dinge zu beiden Positionen zu sagen. Einerseits ist es wirklich toll, dass unsere Gesellschaft es endlich geschafft hat, sich so weit von traditionellen Rollenbildern und Stereotypen zu lösen. Es zeigt, wie stark die Emanzipation vorangeschritten ist und wie gut sie funktioniert.

Frauen stehen Männern in nichts mehr nach, sie können vollkommen befreit von Vorurteilen oder Benachteiligungen durch ihr Geschlecht ihren Weg gehen. Im Umkehrschluss müssen Männer auch nicht mehr wie früher Rücksicht darauf nehmen, dass Frauen zärter sind als sie oder nicht so viel wegstecken können. Die Geschlechter haben sich angenähert und sind bei Weitem nicht mehr so streng getrennt wie sie es früher waren. Unsere Gesellschaft zeigt das, indem sie die feminine Mode einfach gestrichen hat.

Doch natürlich hat es auch Nachteile wenn feminine Mode einfach so wegfällt. Feminine Mode sieht toll aus, sie zelebriert den weiblichen Körper und zeigt aller Welt, wie schön das weibliche Geschlecht ist. Mit ihren raffinierten Schnitten, ansprechenden Farben und insgesamt sehr schönen Kollektionen wird die feminine Mode immer einen Platz in unseren Herzen haben.

Besonders streiten lässt sich darüber, ob man wirklich eine Annäherung in der Mode baucht, um die veraltete Rollenverteilung zu beweisen. Kann eine Frau sich nicht feminin kleiden und verhalten und dennoch vollkommen mit einem Mann gleichgestellt sein? Im Grunde genommen ist das, was wir tragen doch kein Abbild unserer Fähigkeiten oder unserer Persönlichkeit – jedenfalls nicht, wenn wir das nicht wollen.

 

Unser Fazit: Mode ist das, was wir aus ihr machen

Natürlich steht uns immer nur eine bestimmte Reichweite an Mode zur Verfügung. Wir können einfach nicht auf alles zugreifen, was sich gerade auf dem Markt befindet. Doch gerade im Zeitalter des Online-Handels bist Du nicht mehr auf die Kollektionen in Ladengeschäften beschränkt.

Wenn Dir also die aktuelle Mode zu wenig feminin ist, dann sieh doch einmal nach, was sich im Internet finden lässt. Auch Flohmärkte oder Second-Hand Shops könne hier eine Lösung bieten, um wieder mehr feminine Mode in Deinen Kleiderschrank zu holen.

Letztendlich ist es nämlich Deine Entscheidung wie Du Dich anziehst, und nicht die der Modebranche oder der Gesellschaft. Übrigens kannst Du selbst mit den aktuellen Kollektionen einen femininen Style schaffen! Im Blogartikel nächste Woche geben wir Dir einige Tipps, um Deinen Stil wieder etwas femininer zu machen.

 

-Das Amerpus Team

Comments (1)

  1. Nina

    Das ist ein wirklich guter Artikel, ich persönlich finde die Mode entwickelt sich in eine Richtung, die mir gefällt.

    Ein Hoodie trage ich zum Beispiel viel lieber als ein Kleid.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Navigation

Wishlist

Close
Viewed

Recently Viewed

Close

Quickview

Close

Categories